21.04.2026
Matratzenverband: „Versorgung mit Polyolen weiterhin möglich“
Angesichts der jüngsten weltwirtschaftlichen Entwicklungen gab es Vermutungen, dass die Rohstoffversorgung mit Polyolen gefährdet sein könnte. Dazu hat der Fachverband Matratzen-Industrie nun ein Statement veröffentlicht: „Auf Basis der aktuellen Informationslage können einzelne Engpässe sowie kurzfristige Anpassungen von Lieferplänen zwar nicht ausgeschlossen werden, insgesamt ist die Versorgung mit Polyolen aber weiterhin möglich. Zuvor waren Informationen kursiert, wonach die Rohstoffversorgung mit Polyolen und damit die Produktion von PU-Schaum für Matratzen in den kommenden Wochen zum Erliegen kommen könnte.“
Und weiter erklärt der Verband: „Tatsächlich werden die aktuellen Entwicklungen von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, die im Zusammenhang mit dem USA-Iran-Konflikt zu sehen sind. Dazu zählen stark ansteigende Energie-, Logistik- und Versicherungskosten sowie eine abgeschwächte Nachfrageentwicklung.
Zudem war Medienberichten zu entnehmen, dass einer der weltweit größten Hersteller von Propylenoxid (PO), einem zentralen Vorprodukt für die Herstellung von Polyolen, nach einem Großbrand im März Force majeure erklärt hat. Der Verband bewertet dieses Ereignis als einen zusätzlichen Faktor, der zu erhöhter Unsicherheit in der Lieferkette beitragen kann; eine generelle Aussage zur individuellen Lieferfähigkeit einzelner Unternehmen lässt sich daraus aber nicht ableiten. Vielmehr liegt der Verdacht nahe, dass in der Chemie-Industrie Aussagen zur Verknappung herangezogen werden, um eigene Verluste durch Overcharging auszugleichen.“
Der Verband geht davon aus, dass „die Lage kurzfristig weiterhin dynamisch bleibt; konkrete Preis- oder Lieferzusagen lassen sich daraus nicht ableiten“. Im Falle von anhaltenden massiven Preissteigerungen bei den Vorprodukten könne sich dies auf die Preisgestaltung bei den Endprodukten niederschlagen.