11.03.2026

HDE kritisiert „Allianz für den freien Sonntag“

Zum 20-jährigen Bestehen der „Allianz für den freien Sonntag“ wirft der Handelsverband Deutschland (HDE) der Initiative und der Gewerkschaft ver.di eine Blockadehaltung bei Sonntagsöffnungen im Einzelhandel vor. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth kritisiert, dass sich die Allianz seit zwei Jahrzehnten gegen gelegentliche Sonntagsöffnungen stelle und damit aus Sicht des Handels wichtige Chancen für Innenstädte und Unternehmen verhindere.

„Es ist traurig und keine gute Nachricht für den Wirtschaftsstandort Deutschland, dass sich die Allianz für den freien Sonntag und insbesondere ver.di nun seit zwei Jahrzehnten gegen zeitgemäße gelegentliche Sonntagsöffnungen im Einzelhandel stemmt“, so Genth. Einkaufen sei heute für viele Menschen Teil der Freizeit- und Eventkultur, argumentiert der Verband. Gerade angesichts der schwierigen Situation vieler Innenstädte brauche der Handel verlässliche Möglichkeiten für gelegentliche Sonntagsöffnungen.

Der HDE kritisiert zudem die Praxis, bereits genehmigte verkaufsoffene Sonntage kurzfristig gerichtlich stoppen zu lassen. Dadurch entstünden für Händler Kosten etwa für Werbung oder eingeplantes Personal, während gleichzeitig Rechtsunsicherheit bleibe. Der Verband fordert mehr Dialog und flexiblere Regelungen. „20 Jahre Allianz für den freien Sonntag bedeuten bisher 20 Jahre sture Realitätsverweigerung“, erklärte Genth und appellierte an die Gewerkschaft, ihre Haltung zu überdenken.

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Foto/Grafik: AdobeStock
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