03.09.2026

Kika/Leiner: Betrugsverdacht gegen früheren Geschäftsführer

Der Kika/Leiner-Konkurs beschäftigt nun die Gerichte. Nachdem der Konzern im November 2024 zum zweiten Mal nach 2023 einen Insolvenzantrag hatte anmelden müssen, war er Ende 2024 abgewickelt worden. Wegen Betrugsverdachts wurde jetzt der frühere Geschäftsführer festgenommen, berichten mehrere österreichische Medien.

Laut der Zeitung „Kurier“ stehe der Beschuldigte „im dringenden Verdacht, die Notlage von Hochwasseropfern im September 2024 gezielt ausgenutzt zu haben“. Im Rahmen einer beworbenen „Unwetter-Soforthilfe-Aktion“ auf Social Media wurde Kunden demnach ein 20-prozentiger Rabatt auf Möbelkäufe versprochen. Diese Aktion soll Teil eines systematischen Betrugs gewesen sein, so das Blatt. Denn trotz tatsächlicher Zahlungsunfähigkeit des Handelsunternehmens ab Ende Januar 2024 habe der Beschuldigte weiterhin Anzahlungen für Möbelkäufe entgegennehmen und Wertgutscheine vertreiben lassen, obwohl „eine Lieferung mangels Liquidität unmöglich“ gewesen sei. Davon betroffen seien mindestens 4.700 Kunden, die Anzahlungen leisteten, jedoch keine Lieferung erhielten. Der Gesamtschaden beläuft sich nach Angaben der Zeitung auf „zumindest 15 Millionen Euro“.

Darüber hinaus bestehe der dringende Verdacht, dass der Beschuldigte kurz vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens gezielt Vermögenswerte der Möbelkette verschoben haben könnte, so das Blatt.

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Foto/Grafik: Kika/Leiner
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